Bulletin des US-Außenministeriums vom 30. März 1945 über Nachkriegspläne der deutschen Imperialisten (Auszüge)

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Weiter unten ein Zitat aus: „Der deutsche Faschismus in Quellen und Dokumenten“, Reinhard Kühnl, Wiesbaden und Köln, 2000 Papyrossa Verlag, ISBN 3-932412-85-0, S. 327. Hervorhebungen in Rot sind von mir.

Nr. 245 a Bulletin des US-Außenministeriums vom 30. März 1945 über Nachkriegspläne der deutschen Imperialisten (Auszüge)

Zuverlässige Informationen, von den alliierten Regierungen zusammengetragen, weisen deutlich darauf hin, daß die deutsche Nazi-Regierung wohldurchdachte Nachkriegspläne für das Weiterbestehen der nazistischen Ideologie und Herrschaft entwickelt hat. Einige dieser Pläne sind bereits in Kraft gesetzt worden, und andere liegen fertig vor, um sofort nach Beendigung der Feindseligkeiten in Europa in großem Maßstab durchgeführt zu werden.

Mitglieder der Nazis-Partei, deutsche Industrielle und deutsche Militärs, die erkannt haben, daß ein Sieg unerreichbar geworden ist, entwickeln jetzt geschäftliche Pläne für die Nachkriegszeit, bemühen sich, Freundschaften mit ausländischen Geschäftskreisen zu erneuern und zu festigen und arbeiten auf die Erneuerung der Vorkriegskartellvereinbarungen hin. Bald nach Kriegsende werden Strohmänner bei den Gerichtshöfen verschiedener Länder gegen die „ungesetzliche“ Beschlagnahme von Industriebetrieben und anderem von den Alliierten Regierungen bei Ausbruch des Krieges übernommenem Eigentum Berufung einlegen. Wo diese Methode versagt, wird die deutsche Seite sich um Rückkäufe über Tarnunternehmungen bemühen, die den notwendigen staatsbürgerlichen Anforderungen genügen…

Wenn diesen Plänen nicht Einhalt geboten wird, werden sie eine dauernde Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit der Nachkriegswelt darstellen.

Aus: „Anatomie des Krieges“, S. 490 f.

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About belljangler

Dipl.-Kfm. Winfried Sobottka, geb. 16.07.1958 in Waltrop, Kreis Recklinghausen, wohnhaft: Karl-Haarmann-Str. 75 in 44536 Lünen, Tel. 0231 986 27 20
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